“Vanitas! Vanitatum Vanitas!” – ein Dialog der Künste zu Tod und Vergänglichkeit – Dr. Ulrich Bock

Kurs-Nr: 322-05 | 1 Vorlesung und 5 Exkursionen | 6 x 90 Min. | Dienstag 12:00 – 13:30 Uhr

Kursgebühr: 155,- € zzgl. Eintritt

Termine: 26.10. (Einführungsvorlesung) / 8.11. /15.11. / 22.11. / 29.11. / 06.12.2022

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, St. Severin, St. Ursula, Melaten und Museum Schnütgen

Dr. Ulrich Bock

Kursbeschreibung:

Das barocke Bewusstsein von der Vergänglichkeit der Welt hat Andreas Gryphius (1616-1664) in den Anfangsversen seiner Ode “Vanitas! Vanitatum Vanitas!” pointiert zum Ausdruck gebracht: “Die Herrlichkeit der Erden / Muß Rauch und Aschen werden.” Gryphius Sonette, Oden und Kirchhofs-Gedanken bilden den Ausgangspunkt eines Dialoges der Künste, in dem literarische ‘Bilder’ von Tod und Vergänglichkeit mit Kölner Orten und Objekten konfrontiert werden, die den letzten Dingen gewidmet sind.

 

Stationen:

An die Einführungsveranstaltung, die schwerpunktmäßig der Literatur gewidmet ist, schließen sich Exkursionen zu folgenden Orten an:

a) das konservierte Gräberfeld unter St. Severin, das ein eindrucksvolles Bild römischer und fränkischer Bestattungsformen sowie einen für alle späteren Kirchenanlagen bestimmenden Memorialbau des ausgehenden 4. Jahrhunderts bietet,

b) das Sakrarium daselbst, in dem wertvolle mittelalterliche Textilien aus dem Grab des hl. Severin ausgestellt sind,

c) die Goldene Kammer in St. Ursula (1643), das größte Beinhaus nördlich der Alpen,

d) ein Rundgang über den Friedhof Melaten zu kunsthistorisch bedeutenden Grabdenkmälern des 19. und 20. Jahrhunderts und zu seinem ältesten Eingangstor, an dem Franz Ferdinand Wallraf, der Begründer der Kölner Museen – passend zur Reihe – die weihevolle Inschrift “Ein den sterblichen Resten der Kölner geheiligter Ort” in Latein anbringen ließ,

e) das Museum Schnütgen mit seiner Memento-mori-Abteilung, in der zumeist barocke Kleinplastiken mit Darstellungen des Todes als Tänzer, Sensenmann, Wendehaupt oder – besonders drastisch – als verwesende Leiche in der Tumba und im Betrachtungssärglein unter dem Motto: “Klappernd Gebein und nagend Gewürm” vereint sind.

 

Hinweis: Die Anreise zur Exkursion erfolgt individuell. Maximale Teilnehmerzahl: 20