Romanische Kirchen: St. Gereon, Groß St. Martin, St. Georg, St. Aposteln – Dr. Susanne Rauprich

Kurs-Nr: 322-13 | Exkursionen | 4 x 90 Min. | Donnerstag 11:00 – 12:30 Uhr

Kursgebühr: 105,- €

Termine: 15.9. / 22.9. / 13.10. / 20.10.2022 – ausgebucht –

Ort: St. Gereon, Groß St. Martin, St. Georg, St. Aposteln

Dr. Susanne Rauprich

Kursbeschreibung:

Was wäre Köln ohne seine romanischen Kirchen? Sie spiegeln die Größe und Bedeutung des mittelalterlichen Kölns wider und bilden das ganze Spektrum der mittelalterlichen Architektur ab.

Egal wie oft man sie schon besucht hat, die Faszination bleibt.

In diesem Seminar wird uns die Frage beschäftigen, was typisch romanisch ist und wie sich die einzelnen romanischen Stile ottonisch, salisch und staufisch voneinander unterscheiden. Welche theologischen und philosophischen Weltbilder zeigen sich in der Architektur?

Jede Kirche birgt ihre eigene Geschichte. Neben Historie und Histörchen werden wir die Architektur und Stilmerkmale betrachten und so schließlich auch einen Bogen um alle zwölf romanischen Kölner Kirchen spannen können.

Stationen:

Die Geschichte von St. Gereon beginnt in spätrömischer Zeit. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert wurde der Bau als Kirche genutzt. Erzbischof Anno ließ im 11. Jahrhundert einen neuen Chor errichten, der sich an den ovalen, spätrömischen Bau anschließen sollte. Ende des 12. Jahrhunderts wurde noch einmal ein großer Umbau in Angriff genommen: Es entstand das eindrucksvolle zehneckige Dekagon, das 1227 vollendet wurde.

Schon seit dem frühen Mittelalter steht im Viertel zwischen Alter Markt und Rhein eine Kirche. Vieles spricht für eine fränkische Gründung. Mit ihrem Kleeblattchor nach dem Vorbild von St. Maria im Kapitol gehört Groß St. Martin zu den schönsten und klarsten romanischen Kirchenbauten in Köln, ohne dessen hochromanischen mächtigen Turm die Kölner Stadtsilhouette gar nicht vorstellbar wäre. Die Unterkirche von Groß St. Martin ermöglicht äußerst interessante Einblicke in die römische Epoche.

St. Georg gehört zu den schönsten Kirchen Kölns. Von außen wirkt sie eher abweisend und unscheinbar. Aber wenn man das Innere betritt, erlebt man einen sehr stimmungsvollen, klaren und harmonischen Raum. Das hängt auch damit zusammen, dass in St. Georg im Laufe der Zeit wenig verändert wurde. Das Mittelschiff mit den dicken Säulen und der kleine halbrunde Chor im Osten stammen noch aus dem 11. Jahrhundert. Der Westchor dagegen wurde in den Jahren 1180 bis 1188 erneuert und ist einer der eindrucksvollsten und schönsten Kölner Kirchenräume.

Aus dem Jahr 965 stammt der erste Hinweis auf St. Aposteln, einer baufälligen kleinen Kirche. Erzbischof Pilgrim nahm sich in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts des alten Kirchenbaus an. 150 Jahre später wurde die Kirche dann ein weiteres Mal verändert und prägt seitdem mit ihrem wunderbaren Kleeblattchor nach dem Vorbild von St. Maria im Kapitol und Groß St. Martin den Kölner Neumarkt.

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 20