Post-Kommunismus – Dr. Johannes Müller

Revolutionen und Transitionen in Ost-Europa nach dem Ende des Kalten Krieges 1989-2009

Kurs-Nr: 320-06 | Seminar | 6 x 90 Min. | Mittwoch 18:00 – 19:30 Uhr

Kursgebühr: 137,- €

Termine: 16.09. / 23.09. / 30.09. / 07.10. / 21.10. / 28.10.2020

Ort: Vorlesungen: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Dr. Johannes Müller

Kursbeschreibung:

In diesem Seminar zeichnen wir den historischen Wandel in Ost-Europa am Ende der Epoche des Kalten Krieges nach. Dabei konzentrieren wir uns auf die Länder des ehemaligen Warschauer Pakts und berücksichtigen die Sonderfälle der Baltischen Staaten und der Nachfolgestaaten der Sozialistischen Republik Jugoslawien nur am Rande. Zur Sprache kommen die Vorgeschichte seit den 1970er Jahren – nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch in den jeweiligen Ländern –, die unterschiedlichen Formen des größtenteils friedlichen Umsturzes in den früheren Sowjetrepubliken und der beschwerliche Umbau der autoritär regierten Planwirtschaften in pluralistisch-demokratische Marktwirtschaften bis zur Aufnahme in der Europäischen Union.

Das Seminar versucht eine historische Einordnung und Aufarbeitung des Geschehens, keine politikwissenschaftliche Analyse. Vielleicht trägt der „geschichtliche“ Blick, der die handelnden Menschen in und hinter den Strukturen und Prozessen in den Vordergrund stellt, eher dazu bei, die Enttäuschungen und politischen Verwerfungen in einigen Ländern Osteruropas besser zu verstehen.

Stationen:

  1. Zur Vorgeschichte: Michael Gorbatschow und der Wandel im Sowjet-Imperium
  2. “Refolutions”: Polen, Ungarn, Tschechoslowakei
  3. Die Deutsche Oktober-Revolution: Der Untergang der “DDR”
  4. Resilienz und Beharrung: Bulgarien, Rumänien, Albanien
  5. Das Primat der Wirtschaft: (Ost-)Europäischer Umbau in Zeiten des Neoliberalismus
  6. Demokratie ohne Demokraten? Zum Problem nachhaltigen politischen Wandels

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 32.