Kultur- und Bildgeschichte des Christentums vom Barock bis zur Romantik – Gabriele Huster

 

Kurs-Nr: 322-11 | Seminar | 6 x 90 Min. | Dienstag 18:00 – 19:30 Uhr

Kursgebühr: 155,- €

Termine: 08.11. / 15.11. / 22.11. / 29.11. / 06.12. / 13.12. 2022

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln,

Gabriele Huster

Kursbeschreibung:

Wie ging es weiter nach der Epochenwende zur Neuzeit?

El Grecos ekstatisch gelängte Heiligenfiguren, Breughels Landschaft mit Kreuztragung, in der Jesus nur ein winziges Element im Menschengewimmel ist, sowie Caravaggios vor Sinnlichkeit strotzende Magdalena entstammen alle derselben Epoche. Es überrascht, wie vollkommen unterschiedlich diese Maler religiöse Motive angehen.

Dasselbe gilt für Künstler, die eine Generation später arbeiten. Rubens, Rembrandt, Velasquez und Zurbaran behandeln christliche Themen denkbar verschieden. Auch die Kunst des süddeutschen Spätbarocks und der gleichzeitige Aufbruch romantischer Künstler im Norden bezeugt noch den Bruch, den die konfessionelle Spaltung quer durch Europa verursacht hat.

Beginnend mit der Zeit der Reformation und katholischen Gegenreformation führt der dritte Teil der kleinen Kulturgeschichte diesmal bis ins 19. Jahrhundert. Als “Sattelzeit” hat sich die Epoche des Übergangs von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft eingeprägt. Am Beginn stand die absolute Machtfülle des Sonnenkönigs, am Ende das Schafott für den Bürger Capet. Anfangs wetteiferten Frankreich, England, Preußen und Österreich in wechselnden Allianzen kulturell und militärisch um ihre Vormachtstellung. Am Ende steht die Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. Am Anfang stand die schöne heitere Welt des Rokokos, am Ende beginnt die Moderne auch in der Kunst. Rolle und Selbstverständnis der Künstler ändern sich grundlegend.

Wie stellt sich jetzt die Frage nach dem Verhältnis der Religionen zum Bild? Wie reagiert die Kunst auf das sich verändernde Kräfteverhältnis von Religion und Gesellschaft?

Wie verarbeitet das Christentum seine Schwächung unter dem Ansturm von Naturwissenschaften und neuen Staatslehren? Findet das religiöse Gefühl neuen Ausdruck?

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 32.