Jüdisch-christliche Tradition? Teil 2 – Dr. Heinz Tenhafen

Stationen einer schwierigen Beziehung

Kurs-Nr: 319-24 | Vorlesung | 6 X 90 Min. | Dienstag 10:00 bis 11:30 Uhr

Kursgebühr: 125,- €

Termine: 05.11. / 12.11. / 19.11. / 26.11. / 03.12. / 10.12.2019

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Dr. Heinz Tenhafen

Kursbeschreibung:

In der letzten Zeit ist häufig von der jüdisch-christlichen Tradition die Rede. Man will damit eine wichtige Identität Deutschlands und Europas markieren und sich von anderen abgrenzen, in der Regel von Muslimen.

Es lohnt sich, die Beziehungsgeschichte von Juden und Christen genauer zu betrachten. Sie begann schon in der ersten Generation der frühen Christen, als diese sich in Abgrenzung von den Juden eine neue Identität schufen.

Als das Christentum Staatsreligion des Römischen Reiches wurde, trat diese Geschichte in ein neues Stadium. Die Kirche hatte nach ihrem Selbstverständnis die Synagoge besiegt.

Über viele Jahrhunderte war es keine Geschichte des gleichberechtigten Miteinanders, sondern eine Geschichte der Verfolgung und Unterdrückung. Auch in weniger gewalttätigen Zeiten waren Juden Opfer von Diskriminierung und Verleumdung.

Der zweite Teil der Vorlesungsreihe beginnt mit dem 17. Jahrhundert, als große demografische, soziale und recht-liche Veränderungen auf die jüdische Gemeinschaft in Europa zukamen. Sie reagierte mit Wanderungs-bewegungen und einem intensiven Ringen um ihre Emanzipation. Ihre Integrationsversuche scheiterten im 19. und 20. Jahrhundert.

Der millionenfache Mord an den Juden Europas durch die Nationalsozialisten markiert einen katastrophalen Einschnitt der Geschichte zwischen Juden und Christen. Es dauerte noch mehrere Jahrzehnte, bis ein “Dialog auf Augenhöhe” zustande kam.

Wir versuchen aufzuzeigen, was wir aus dieser Geschichte lernen können. Eine Vertreterin der Synagogengemeinde Köln steht uns dafür als Gesprächspartnerin zur Verfügung.

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 25