Jüdisch-christliche Tradition? – Dr. Heinz Tenhafen

Stationen einer schwierigen Beziehung

Kurs-Nr: 119-20 | Seminar | 6 X 90 Min. | Dienstags 10:00 bis 11:30 Uhr

Kursgebühr: 109,- €

Termine: 05.02. / 12.02. / 19.02. / 12.03. / 19.03. / 26.03.2019

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Dr. Heinz Tenhafen

Kursbeschreibung:

In der letzten Zeit ist häufig von der jüdisch-christlichen Tradition die Rede. Man will damit eine wichtige Identität Deutschlands und Europas markieren und sich von anderen abgrenzen, in der Regel von Muslimen. Es lohnt sich, die Beziehungsgeschichte von Juden und Christen genauer zu betrachten.

Sie begann schon in der ersten Generation der frühen Christen, als diese sich in Abgrenzung von den Juden eine neue Identität schufen. Dass es dabei gegenseitige Beeinflussung gab, lässt sich aus Zeugnissen der ersten nachchristlichen Jahrhunderte erschließen. Als das Christentum Staatsreligion des Römischen Reiches wurde, trat diese Geschichte in ein neues Stadium. Die Kirche hatte nach ihrem Selbstverständnis die Synagoge besiegt. Über viele Jahrhunderte war es keine Geschichte des gleichberechtigten Miteinanders, sondern eine Geschichte der Verfolgung und Unterdrückung. Auch in weniger gewalttätigen Zeiten waren Juden Opfer von Diskriminierung und Verleumdung. Es gab aber auch Stimmen in der Mehrheitsgesellschaft, die sich dagegen erhoben und den Christen einen Spiegel vorhielten.

Der millionenfache Mord an den Juden Europas durch die Nationalsozialisten markiert einen katastrophalen Einschnitt der Geschichte zwischen Juden und Christen. Es dauerte mehrere Jahrzehnte, bis nach 1945 ein “Dialog auf Augenhöhe” zustande kam.

Wir versuchen aufzuzeigen, was wir aus dieser Geschichte lernen können.

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 25