Herbert Kremer

Herbert Kremer hat im Jahr 1980 in Köln das Studium der Fächer Mathematik und Sport für das Lehramt an Gymnasien abgeschlossen. Sowohl im Rahmen eines Begleitstudiums des Faches Sozialwissenschaften als auch bedingt durch seine Tätigkeit als Mathematiktutor für Studierende der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hat er sich schon früh mit dem Einfluss und der Bedeutung der Mathematik für diese Disziplinen beschäftigt. Hierbei richtete sich sein Hauptaugenmerk auf die Möglichkeiten und Grenzen stochastischer Prozesse.

Nach seinem Referendariat in Leverkusen wechselte er im Jahr 1983 an das Leibniz-Gymnasium Dormagen und arbeitete dort als Lehrer für die Fächer Mathematik und Sport. Hierbei war es ihm besonders wichtig, seinen Schülerinnen und Schülern einerseits die Klarheit der Mathematik vor Augen zu führen, ihnen andererseits aber auch zu vermitteln, welche Gefahren existieren, wenn man dieses Fach und hierbei eben insbesondere die Statistik sowie die Wahrscheinlichkeitslehre nicht auch kritisch hinterfragt. Insbesondere diese Teilgebiete der Mathematik bieten einen besonderen Nährboden für Fehlinterpretationen, die sowohl bewusst als auch unwissentlich herbeigeführt werden können. Sie stehen damit in einem bemerkenswerten Kontrast zu den objektiven Wahrheiten, die die Mathematik gerne für sich beansprucht..

Im Jahr 2002 übernahm er am Leibniz-Gymnasium Dormagen die Funktionsstelle des Stellvertretenden Schulleiters. 2006 wurde er dann zum Oberstudiendirektor ernannt und leitete diese Schule bis zum Sommer 2020. Geblieben ist sein besonderes Interesse an einer mathematischen Aufklärungsarbeit, die sich zum Ziel gesetzt hat, fachimmanente Missbräuche aufzudecken und Irritationen zu beheben, um dadurch bei interessierten Menschen jeden Alters eine erhöhte Sensibilität für datenbasierte Phänomene zu erzeugen, ohne dabei jedoch den Blick auf die Schönheit des Faches einzutrüben.