Die Syrien-Politik der USA und ihre geopolitischen Folgen – Marcel Pott

Wird Russland zur bestimmenden Macht im Nahen Osten auf Kosten Amerikas?

Kurs-Nr: 120-20 | Seminar | 6 x 120 Min. | Mittwoch 16:00 bis 18:00 Uhr

Kursgebühr: 195,- €

Termine: 11.03 / 18.03. / 25.03. / 01.04. / 22.04. / 29.04.2020

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Marcel Pott

Kursbeschreibung:

Der Abzug der US-Truppen aus Nordostsyrien liefert nicht nur die syrischen Kurden der türkischen Armee aus, sondern überlässt das Feld in dieser geostrategisch wichtigen Region den Russen. Moskau hat es vermocht, die Kurden aufgrund der amerikanischen “Kapitulation” zurück an die Seite des Assad-Regimes zu drängen, welches die kurdische  Autonomie auf syrischem Boden ablehnt.

Die Präsidenten Putin und Assad wollen ganz Syrien unter ihre Kontrolle bringen. Deshalb ist Putin dem türkischen Präsidenten wohl in der Kurdenfrage entgegen gekommen, hat aber gleichzeitig durchgesetzt, dass die Türkei in der sog. Sicherheitszone entlang der syrisch-türkischen Grenze auf syrischem Boden eine russische und teilweise auch eine syrische Militärpräsenz hinnehmen muss.

Die Aufgabe der amerikanischen Stützpunkte in Nordostsyrien hat zur Konsequenz, dass die Supermacht USA bei den künftigen Verhandlungen über die politische Zukunft Syriens keinerlei Faustpfand mehr in den Händen hält. Darüber hinaus ist aus heutiger Sicht die notwendige Eindämmung des wiedererstarkenden “IS” alles andere als gesichert, weil die USA die syrischen Kurden im Stich gelassen haben. Jene Kräfte also, die mit viel Blutzoll den “IS” bisher höchst erfolgreich bekämpft haben.

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 40