Die Kölner Kunst- und Kulturszene im 20. Jahrhundert Teil 1 und 2- Kirsten Müller-Frank

Kurs-Nr: 321-12 | Seminar mit 2 Exkursion| 9 x 90 Min. | Donnerstag 14:00 – 15:30 Uhr 

Kursgebühr: 195,- € zzgl. Eintritt

Termine: 16.09. / 23.09. / 30.09. / 07.10. / 14.10. / 28.10. / 04.11.2021 – Die Termine für die Exkursionen werden noch abgestimmt.

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln und Museum Ludwig

Kirsten Müller-Frank

Kursbeschreibung:

Teil 1:

Köln war schon immer Anziehungspunkt für KünstlerInnen. Das gilt vor allem für das 20. Jahrhundert.

Das Interesse gilt in diesem Seminar den Kölner Kunst- und Ausstellungsinstitutionen und den KünstlerInnen, die in Köln gelebt und gearbeitet haben. Viele davon sind im Museum Ludwig ausgestellt.

In der ersten Seminarstaffel spazieren wir durch das Köln Anfang des 20. Jahrhunderts.

Nach einem kurzen Rückblick auf die beiden vergangenen Seminarstunden, in denen schon die bahnbrechende Sonderbundausstellung und die Dada-Szene der 19290er Jahre Thema waren, tauchen wir ein die Kölner Kunstszene der Vorkriegsjahre.

Spannend ist, wie dann in den 30er Jahren das Nazi-Regime hier in Köln Einfluss auf die Kunst- und Kulturszene genommen hat.

Die Staffel wird mit einer Exkursion ins Museum Ludwig abgeschlossen, bei der wir die Werke einiger der vorher vorgestellten KünstlerInnen betrachten.

Teil 2:

Der Kunstbetrieb in Köln nach 1945

 “Kunst ist zwar nicht alles, aber in Köln ist es doch so, dass ohne Kunst alles nichts ist”.

Dieses Zitat des damaligen Kulturdezernenten Kurt Hackenberg aus dem Jahre 1967 umschreibt schön den Stellenwert, den die Kunst in der Nachkriegszeit in Köln hatte.

Die sorgfältige Auslagerungspolitik und das gelebte Engagement für die Kunst ermöglichten dem stark zerstörten Köln schon bald einen Kulturbetrieb wieder aufzubauen, der an die Zeit vor dem 2. Weltkrieg anknüpfen konnte.

Einige Kölner Künstler hatten sich während der Kriegszeit nach Alfter am Stadtrand von Bonn zurückgezogen. Im Schloss Alfter gründeten sie die legendäre Donnerstagsgesellschaft. Mittwochs hingegen wurde im Alten Wartesaal am Kölner Hauptbahnhof über Kunst und Kultur debattiert. Abstrakte Kunst war die Kunst der Stunde. Künstler wie Gerhard Marcks und Ernst Wilhelm Nay fassten Fuß in Köln. Das Kölner Atelier der Fluxus-Künstlerin Mary Bauermeister wurde Anfang der 60er Jahre zum Schmelztiegel der internationalen Avantgarde. Kölner Galeristen gründeten 1967 den Kölner Kunstmarkt, die erste Kunstmesse dieser Art weltweit.

Köln wurde zur heimlichen Hauptstadt des Kunsthandels und lockte viele Galerien und Kunstschaffende an. So auch das Aachener Sammlerpaar Irene und Peter Ludwig, die mit ihrer Schenkung an die Stadt Köln den Grundstock für das heutige Museum Ludwig legten.

Die Staffel wird mit einer Exkursion ins Museum Ludwig abgeschlossen, bei der wir unter anderem Werke von Ernst Wilhelm Nay, Mary Bauermeister, Daniel Spoerri, Bernard Schultze betrachten.

Stationen:

1.: Kurzer Rückblick auf die schon stattgefundenen Termine zur Sonderbundausstellung und der Dada- Szene Die Kölner Werkkunstschule und weitere KünstlerInnnen 

2.: Der Kölnische Kunstverein und Josef Haubrich 

3.: Die Kölner Kulturszene unter dem Nazi-Regime 

4.: Wiederbeginn des kulturellen Lebens in den Trümmern; Künstlergruppen und Initiativen  

5.: Künstler im Nachkriegs-Köln; Georg Meistermann, Ernst Wilhelm Nay, Gerhard Marcks, Bernhard Schultze… 

6.: Die Fluxusbewegung in Köln; Mary Bauermeister, Wolf Vostell, Daniel Spoerri, Dieter Roth, der Sammler Wolfgang Hahn 

7.: Kölner Galerieszene und der Kölner Kunstmarkt, das Sammlerehepaar Ludwig und das Museum Ludwig

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 32