Der Rheinauhafen – Teil 2 – Markus Juraschek-Eckstein

 

Kurs-Nr: 222-02 | Exkursion | 1 x 2,5 Std. | Montag 10:00 – 12:30 Uhr

Kursgebühr: 35,- €

Termin: 11.07.2022 (neuer Termin)

Ort: Rheinauhafen Köln

Markus Juraschek-Eckstein M.A.

Kursbeschreibung:

Manchen sind Hadi Teheranis charakteristische Kranhäuser Kölns neues Wahrzeichen. 130 Jahre nach Vollendung des Kölner Doms war mit Eröffnung des letzten der spektakulären Gebäude, deren Vorbilder in der russischen Revolutionsarchitektur der 1920er Jahre zu finden sind, dem Kölner Rheinpanorama ein völlig neuer Akzent gesetzt. In der Fachwelt durchaus unumstritten ist, dass der Stadt mit der Neugestaltung des seit dem Mittelalter genutzten Hafenareals ihr letzter großer städtebauliche Coup des 20. Jahrhunderts gelang.

Straßennamen wie „Leystapel“ oder „Holzmarkt“ in der Nähe der Schifferkirche St. Maria in Lyskirchen lassen erkennen, dass sich hier, am Südende des Heiligen Köln die Ladestellen für den Schwergütertransport befanden. Die kleine Rheininsel „Werthchen“, über der ab 1847 sukzessive der preußische und dann gründerzeitliche Rheinauhafen entstand, war jahrhundertelang als Werft genutzt worden.

Bereits der zwischen 1892 und 1898 nach dem Generalplan von Stadtbaumeister Josef Stübben erfolgte Ausbau des zuvor auch militärisch genutzten Geländes zum reinen Wirtschaftshafen sah architektonische Verschränkungen mit dem historischen Baubestand Kölns vor. Die 1992 startenden Planungen für den heutigen Ausbau mussten nun mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Gebäude wie das Hafenamt (1892-98) oder die Severinsbrücke (1959) integrieren. Herauskommen sollte ein modernes Quartier für Wohnen, Leben, Arbeiten mit mobilitätskommoder Anbindung an die Kölner Südstadt.

Auf dem 1,7 km langen Spazierweg geben immer wieder neue, präzise gesetzte Sichtachsen mit Blick auf den Dom, die Altstadt, das Deutzer Rheinufer kund, wie sehr dies städtebauliche Projekt gelang. Das alte und das neue Köln stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Teils wie in einem Bild gerahmt steht hier die alte Stadt dem neuen, von herausragenden Architekturbüros geplanten Stadtquartier zuvor.

Die Teilnahme an der Veranstaltung am 29.04.2022 ist nicht Voraussetzung für diese Exkursion.

Treffpunkt: Hafenkran „Der dicke Herkules“, Agrippinawerft 30

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 25