Bildpolitik und Imagebildung im Wandel – Gabriele Huster

Vom höfischen Portrait zum Pressefoto

Kurs-Nr: 319-07 | Seminar | 6 x 90 Min. | Donnerstag 12:00 – 13:30 Uhr

Kursgebühr: 125,- €

Termine: 12.09. / 19.09. / 26.09. / 10.10. / 17.10. / 31.10.2019

Ort: Vorlesungen: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Gabriele Huster

Kursbeschreibung:

Politische Ikonografie – wie kommunizieren Staatslenker mit den Regierten?

Schon die Pharaonen wussten um die Bedeutung der visuellen Kommunikation mit ihren Untertanen. Von je her beziehen sich offizielle Darstellungen von Herrschern auf die Erwartungen an das Amt, stylten Künstler den Amtsinhaber auf die Publikumswünsche hin. Betont wird seine Eignung als Beschützer und Garant der Ordnung, als oberster Feldherr und in seinem besonderen Draht zur himmlischen Sphäre. Die Zeit der höfischen Porträts ist Geschichte, doch die moderne Bildpolitik knüpft an bewährte Strategien an.

Wie Erdogan sich in seinem Superpalast als neuer Sultan inszeniert, so beteuert Sportsmann Putin mit nacktem Oberkörper, dass Mütterchen Russland von einem ganzen Kerl regiert wird. Was die moderne Imagebildung von der Tradition gelernt hat und worin sie sich signifikant unterscheidet, wird an Pressefotos im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert erörtert und im Vergleich anschaulich.

Wie werden Politiker und andere Figuren des öffentlichen Lebens ins Bild gesetzt? Auf welche dringenden Anliegen nehmen sie Bezug? Wie entstehen politische Ikonen?

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 40