Berlin – Wien – Kunst und Politik im Fin de Siècle – Dr. Inge Schaefer

 

Kurs-Nr: 322-16 | Seminar mit 1 Exkursion | 9 x 90 Min. | Mittwoch 14:00 – 15:30 Uhr |

Kursgebühr: 230,- € zzgl. Eintritt

Termin: 21.09. / 28.09. / 12.10. / 19.10. / 26.10. / 09.11. / 16.11. / 30.11. / 07.12.2022 (Exkursion)

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln und Museum Ludwig

Dr. Inge Schaefer

Kursbeschreibung:

Dieses Seminar wirft einen Blick auf zwei bedeutende europäische Staaten im ausgehenden 19. Jahrhundert. Beide hatten das Ziel, ihre Macht und ihren Einflussbereich zu stärken. Das junge deutsche Kaiserreich wollte zusammenwachsen und eine gemeinsame Identität entwickeln, während die Jahrhunderte alte Österreichisch-Ungarische Monarchie den Zerfall in einzelne Nationalstaaten zu verhindern suchte. Bezüglich der Kunst entwickelten sie unterschiedliche Strategien. Wilhelm II. wehrte sich vehement gegen die neuen, aus dem feindlichen Frankreich kommenden, Kunsttendenzen, die Regierung von Kaiser Franz Joseph instrumentalisierte die moderne Kunst für den Zusammenhalt des Vielvölkerstaates.

Zwei sehr spannende Wege und Möglichkeiten, künstlerische Strömungen zu vereinnahmen. Wie haben die staatlichen Institutionen in den Kunstmarkt, die Museums- und Sammlungspolitik eingegriffen? Wie agierten die beiden Sezessionen mit ihren bekannten Präsidenten Liebermann und Klimt auch in Bezug auf die Künstlerinnen, und wie reagierte die Gesellschaft auf die neuen Kunstströmungen, u.a. dem Expressionismus des frühen 20. Jahrhunderts

Besprochen werden in diesem Seminar die politischen Positionen und die künstlerischen Tendenzen mit ihren Akteuren und Akteurinnen: Liebermann, Kollwitz, Klimt, Schiele, Kokoschka, Luksch-Makowsky und Koller-Pinell.

 

Abschließen werden wir unser Seminar mit einem Besuch im Museum Ludwig

 

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 32