Auf der Suche nach einer postamerikanischen Ordnung im Nahen Osten – Marcel Pott

 

Kurs-Nr: 322-23 | Seminar | 6 x 120 Min. | Mittwoch 16:00 bis 18:00 Uhr

Kursgebühr: 210,- €

Termine: 09.11. / 16.11. / 23.11. / 30.11. / 07.12. / 14.12.2022

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Marcel Pott

Kursbeschreibung:

Nach dem Terrorangriff auf die USA am 11. September 2001 (9/11) und der amerikanischen Invasion im Irak 2003, kündigte Präsident George W. Bush eine Vorwärtsstrategie für “Freiheit im Nahen Osten” an. Sie sollte getragen sein von amerikanischer “Energie und Idealismus”.

Einige Jahre später verkündete Präsident Barack Obama einen neuen Anfang der US-Nahost-Politik und wertete danach den arabischen Frühling als eine Chance, die Welt so zu begreifen, wie sie sein sollte und die Welt im Nahen Osten nicht mehr so hinzunehmen, wie sie jahrzehntelang aussah. Es dauerte jedoch nicht lange bis die großartigen Ankündigungen an der rauen Wirklichkeit zerschellten und die US-Politikstrategen dazu zwang, erheblich bescheidener zu sein.

Statt einen neuen Aufbruch zu bewerkstelligen, konnten sie nur noch versuchen, Schlimmeres zu verhüten. Am Beispiel des Irak lässt sich belegen, dass Washington sehr viel effizienter Staaten zerstören als aufbauen kann. Amerikanische Beobachter sind der Auffassung, dass die USA sich in der Region gegenwärtig damit bescheiden müssen, u.a. mit Regimes umzugehen, die Blut an den Händen haben. Andernfalls gelänge es manchmal nicht, die Gefahr von Chaos und Unordnung zu bannen. Wohin steuert die Region? Ist nach dem Scheitern der USA, dem Nahen Osten Demokratie und Wohlstand zu bringen, das chinesische Modell für die Regionalmächte eine attraktive Ordnungsvorstellung?

 

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 32