arte hispano-global – Weltberühmte Namen der Kunstgeschichte und Shooting Stars von heute – Teil 3 – Dr. Marta Cencillo Ramírez

 

Kurs-Nr: 122-08 | Seminar und 1 Exkursion | 6 x 90 Min. | Dienstag 10:00 – 11:30 Uhr 

Kursgebühr: 140,- € zzgl. Eintritt

Termine: 11.01. / 18.01. / 25.01. / 01.02. / 08.02. / 15.02.2022 (Exkursion)

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln und Museum Ludwig

Dr. Marta Cencillo Ramirez

Kursbeschreibung:

Ein großer Auftakt: Mit Pablo Ruiz Picassos “Guernica” begeben wir uns auf die Spuren eines weltberühmten Werkes. Picasso (1881-1973) reagierte auf die Zerstörung der baskischen Stadt durch einen Luftangriff der deutschen “Legion Condor” im April 1937 mit dem monumentalen Gemälde, das er im Atelier in der 7 rue des Grands-Augustins zwischen dem 1. Mai und dem 4. Juni 1937 in Rekordzeit anfertigte. Tauchen Sie mit mir in den Schaffensprozess des Künstlers und in spannende Interpretationsversuche zu diesem Meisterwerk ein.

Balsam für die Seele gönnen wir uns mit der liebevollen Umsetzung einer Vision des Umweltschützers und Künstlers César Manrique Cabrera (* 24. April 1919 in Arrecife, Lanzarote, Spanien; † 25. September 1992 in Tahíche, Lanzarote). Er hat seine Heimatinsel Lanzarote in einen der schönsten Plätze der Welt verwandelt. Erleben Sie mit mir wie Manrique die Natur so beließ, wie sie war, und versuchte, ihre Schönheit künstlerisch einzurahmen, um sie hervorzuheben, damit sich andere Menschen an ihr erfreuen.

In der großen Tradition der spanischen Bildhauerei stehen die hochästhetischen Skulpturen mit Öffnungen als Durchblicke von Enrique Asensi (* 1950 in Valencia, lebt in Barcelona und Köln). Nach den Ausstellungen von Eduardo Chillida 1993 und 2000 reagiert er als ein weiterer wichtiger spanischer Bildhauer auf den Raum von Sankt Peter in Köln. In Ergänzung zur Stahlskulptur „Ataraxia“ im Hof von Sankt Peter zeigt Asensi in der Kirche mit „Mastaba“ eine Art monumentales „Tor“ aus Stahl und Stein sowie eine eigens für den Raum konzipierte Installation aus Anröchter Stein.

Zum Staunen sind die technisch spektakulären Bauwerke des spanisch-schweizerischen Architekten, Bauingenieurs und Künstlers Santiago Calatrava Valls (* 28. Juli 1951 in Valencia). Auffallend sind seine skulptural wirkenden Tragwerke und ein funktionaler, organisch-futuristischen Designansatz, der Parallelen zu natürlichen Strukturen (Blattwerk, Skelette oder Flügel) aufzeigt. In den 90er Jahren wurde Calatrava mit einem bedeutenden Projekt beauftragt: dem Entwurf der heutigen Stadt der Künste und Wissenschaften, ein riesiger kulturell-wissenschaftlicher Komplex und neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt Valencia. Santiago Calatrava hat einen Turm in Dubai entworfen, der den Burj Khalifa überragen soll.

Kann man Kunstwerke aus Licht, Schatten, Wasser und anderen greifbareren Materialien schaffen? Die spanische Bildhauerin und Installationskünstlerin Cristina Iglesias (geb. 1956 in San Sebastian, lebt in Torrelodones bei Madrid) zeigt uns, dass es geht! Lassen wir uns von ihren ganz eigenen fiktionalen Welten zwischen Natur und Architektur und fließenden Grenzen zwischen Innen und Außen überraschen. Ihre Arbeiten wurden schon im DC -Saal im Museum Ludwig (2006) und aktuell in der Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung in Neuss (bis zum 12.12.2021) gezeigt.

Ein krönender Abschluss erwartet uns mit einer ekstatischen Vision des spanischen Surrealisten Salvador Dalí, der 1965 sein berühmtes Monumentalgemälde “La Gare de Perpignan” malte. Über die grenznahe Eisenbahnstation waren nicht nur renommierte Persönlichkeiten der modernen Kunstgeschichte zu ihm nach Cadaqués und Port Lligat gereist, sondern 1928 zum ersten Mal auch Gala, seine Muse und spätere Ehefrau. Wir entschlüsseln gemeinsam vor dem Original im Museum Ludwig das autobiographisch motivierte und ikonographisch vieldeutige Traumbild in Anlehnung an die Jubiläumsausstellung 2006 anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung und des 20. Geburtstages des Neubaus. (Textauszüge aus www.art-in.de)

 

Hinweis: Die Anreise zur Exkursion erfolgt individuell. Maximale Teilnehmerzahl: 32