arte hispano-global – Weltberühmte Namen der Kunstgeschichte und Shooting Stars von heute – Teil 2 – Dr. Marta Cencillo Ramírez

 

Kurs-Nr: 321-09 | Seminar und ggf. 1 Exkursion | 6 x 90 Min. | Dienstag 12:00 – 13:30 Uhr 

Kursgebühr: 142,- € zzgl. Eintritt

Termine: 02.11. / 09.11. / 23.11. / 30.11. / 07.12. / 14.12.2021

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED, Köln

Dr. Marta Cencillo Ramirez

Kursbeschreibung:

Haben Sie Lust auf eine spannende Reise durch “el arte hispano-global”, auf ein Rendez-Vous mit ausgewählter, hochkarätiger Kunst?

Der Auftakt unserer Geschichtsreise könnte spektakulärer kaum sein: mit scharfer, caravaggesker Beleuchtung und mit gehörigem Pathos: Jusepe de Ribera (1591-1652), in Spanien geboren und in Neapel tätig, auch “lo Spagnoletto” (“der kleine Spanier”) genannt, schulte sich intensiv an den Werken Caravaggios. Riberas Kunst beeinflusste die Entwicklung eines erneuerten Malstils in Neapel, “einer damals den spanischen Habsburgern gehörenden und von spanischen Vizekönigen regierten Stadt, die Künstlern ein ausgezeichnetes Arbeitsklima bot”. Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud befindet sich das Bild “St. Paulus, der Eremit”, von 1647.

Francisco de Zurbarán (1598-1664) zählt mit Velázquez zu den herausragenden Malern des Goldenen Zeitalters Spaniens. Unter dem Titel “Meister des Details” widmete ihm das Museum Kunstpalast 2015 eine umfangreiche Sonderschau. Zurbarán malte sehr reduzierte, hochvirtuose Stillleben und vor allem Andachtsbilder und stand mit der asketischen Strenge seiner Bilder ganz auf der gegenreformatorischen Linie seiner meist kirchlichen Auftraggeber.

Seine schonungslos detaillierten Darstellungen von Kindern aus dem ärmlichen Volk in verschiedensten Posen (“Murillos Kinder” – beim Würfelspiel, Melone essend usw.) lassen uns nicht unberührt und haben kunst- und gesellschaftshistorisch viel zu erzählen: Bartolomé Estéban Murillos (Sevilla 1618 – 1682 Sevilla) “Genrebilder” wurden neben seinen Madonnen – allen voran seine Versionen des von ihm sehr vereinfachten und zur Perfektion gebrachten Bildtypus der Immaculada Concepción – auch außerhalb Spaniens stark nachgefragt. Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud befindet sich ein sehr repräsentatives Werk: “Alte Frau und Junge”, von 1650–1655.

Als Wegbereiter der Pop-Art in Spanien gilt Luis Gordillo, geb. 1934 in Sevilla. Er ist einer der produktivsten Maler Spaniens und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den “Premio Velázquez de las Artes Plásticas”, der wichtigste Kunstpreis im spanischsprachigen Raum. Zwischen den späten 50er Jahren und heute spannt sich der Bogen seiner Entwicklung, “ausgehend vom Informel über Pop Art-Bezüge bis zu einer komplexen Thematisierung von Bildlichkeit, die jedem Purismus entsagt” (Text Kunstmuseum Bonn, Webseite).

Salustiano (* 1965 in Sevilla) “ist ein Meister der Porträtzeichnung, auf Leinwand ebenso wie auf Papier. In altmeisterlicher Manier malt er seine Modelle vor monochromen Hintergründen, die die Konzentration auf die Figuren erzwingen. Allein stehend begegnen sie dem Betrachter mit forsch-fragendem Blick und rufen zum stillen Dialog auf. Ebenso wie die Arbeiten, die Personen mit geschlossenen Augen in meditativ in sich gekehrter Mimik zeigen, ziehen sie magisch an und laden zum sinnlichen Bestaunen dieser überirdisch schönen Wesen ein”. (Text von Galerie am Dom)

Kennen Sie die riesige Rauminstallation “in orbit” des Künstlers Tomás Saraceno, die über der Piazza des K21 in mehr als 25 Meter Höhe schwebt? “Es ist eine Konstruktion aus Stahlnetzen, die in drei Ebenen unter der gewaltigen Glaskuppel aufgespannt ist. Besucher können die transparente Installation betreten und sich auf den drei Ebenen zwischen den Kugeln frei bewegen”. Ich stelle Ihnen Tomás Saracenos außergewöhnliche Kunst vor. Saraceno (* 1973 in San Miguel de Tucumán) ist ein argentinischer Performance- und Installationskünstler, der Spinnen beforscht, deren Netze er für seine Kunst verwendet.

Stationen:

02.11. Jusepe de Ribera

09.11. Francisco de Zurbarán

23.11. Bartolomé Estéban Murillo

30.11. Luis Gordillo

07.12. Salustiano

14.12. Tomás Saraceno

Hinweis: Die Anreise zur Exkursion erfolgt individuell. Maximale Teilnehmerzahl: 32