Das Kölner Dreigestirn der neuen Musik – Prof. Dr. K. Rainer Nonnenmann

Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel

Kurs-Nr: 119-16 | Vorlesung | 10 x 90 Min. | Mittwochs 14:00 – 15:30 Uhr

Kursgebühr: 189,- €

Termine: 09.01. / 16.01. / 23.01. / 30.01. / 06.02. / 13.02. / 20.02. / 13.03. / 20.03. / 27.03.2019        – Der Kurs findet nicht statt! –

Ort: Im Mediapark 7, Haus KOMED

Prof. Dr. K. Rainer Nonnenmann

Kursbeschreibung:

Die Vorlesungsreihe porträtiert drei der weltweit bekanntesten und einflussreichsten Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sich während der 1950er und 60er Jahren nicht zufällig in Köln einfanden und maßgeblich zum damaligen Ruf der Stadt als „Welthauptstadt der neuen Musik“ beitrugen. Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) entwickelte mit seinem „Pluralismus“ der Zeiten und Stilistiken einen die Postmoderne vorwegnehmenden umfassenden Ansatz, der nicht zuletzt in seiner 1965 in Köln uraufgeführten Oper „Die Soldaten“ gipfelte. Karlheinz Stockhausen (1928-2007) verband den streng konstruktivistischen Ansatz des damaligen Serialismus mit der neuen Technologie der elektronischen Musik, um anschließend in schneller Folge viele weitere Ansätze zu prägen: Gruppenform, variable Form, intuitive Musik, Formelkomposition, szenische Musik. Und der aus Buenos Aires stammende Mauricio Kagel (1931-2008) erweiterte mit seinem „Instrumentalen Musiktheater“ das Komponieren klingender Musik um all jene auch sichtbaren Elemente, die eine konzertante Aufführung von Musik bestimmen: Raum, Bühne, Körper, Gesichter, Bewegungen. Mit ihren unterschiedlichen Ästhetiken begründeten die drei kölner Künstler verschiedene Kompositionsrichtungen. Zugleich zeigt ihr Schaffen auch zeittypische Parallelen, etwa hinsichtlich der Vereinheitlichung der musikalischen Zeit sowie der Erweiterung des Klingenden um Szene, Tanz, Licht und Film. Durch Einbettung der personenbezogenen Werkdarstellungen in die allgemeine Situation der musikalischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg gibt die zehnteilige Vorlesungsreihe außerdem Schlüssel zum Verständnis später folgender musikalischer Entwicklungen an die Hand.

 

 

Hinweis: Maximale Teilnehmerzahl: 40